
Skoda Auto hat in seinem tschechischen Stammwerk Mladá Boleslav offiziell mit der Serienfertigung des neuen Skoda Peaq begonnen. Das Besondere daran: Der Newcomer teilt sich die Produktionslinie flexibel mit den Strommern Elroq und Enyaq sowie dem klassischen Octavia mit Verbrennungsmotor. Diese hochflexible Fertigungsstrategie erlaubt es dem Automobilhersteller, extrem schnell auf die aktuelle Marktnachfrage zu reagieren. Die Strategie geht auf: Seit dem Verkaufsstart im Juni verzeichnet Skoda bereits knapp 8.500 Vorbestellungen für das neue Modell.
Maximale Flexibilität in der Produktion
Der tschechische Automobilhersteller nutzt für seine Elektromobilitäts-Offensive Synergien an zwei Standorten. Um Platz für die wachsende Nachfrage nach E-Fahrzeugen in Mladá Boleslav zu schaffen, wird der Octavia Combi zusätzlich im Werk Kvasiny gebaut. Im ersten Halbjahr 2026 machten reine Elektroautos bereits fast 23 Prozent der gesamten tschechischen Skoda-Produktion aus.
Andreas Dick, Vorstand für Produktion und Logistik bei Skoda Auto, betont die logistische Leistung hinter dem Projekt: Die zeitgleiche Fertigung von vier unterschiedlichen Modellen auf nur einem Band – darunter drei reine Elektroautos – beweise die enorme Wandlungsfähigkeit des Teams.
Technische Anpassungen für das XXL-SUV
Da der Peaq das bisher größte Fahrzeug in der modernen Geschichte der Marke ist, musste die Montagehalle umfassend modernisiert werden. Das Werk installierte größere Transportschienen für eine bessere Arbeitsplatzergonomie und neue Hebevorrichtungen für die optionale dritte Sitzreihe.
Wie seine kleineren Brüder basiert auch das neue Flaggschiff auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB+) des Volkswagen Konzerns. Auch die Batteriesysteme fertigt Skoda direkt vor Ort im eigenen Montagewerk.

Enorme Reichweite und viel Platz
Mit einer Außenlänge von 4,87 Metern und fast drei Metern Radstand markiert der Peaq die neue Speerspitze im SUV-Segment der Marke. Zu den technologischen Highlights gehören ein Panoramadach mit elektronischer Abdunkelung, bündige Türgriffe und die Fähigkeit zum bidirektionalen Laden.
In der Topversion kommt der bislang größte Akku der Markengeschichte zum Einsatz. Die Batterie bietet 91 kWh Bruttokapazität (86 kWh netto) und ermöglicht Reichweiten von über 640 Kilometern. Alternativ steht ein kleinerer Akku mit 63 kWh (59 kWh netto) bereit. Käufer haben die Wahl zwischen Heck- und Allradantrieb in drei Leistungsstufen von 150 kW bis 220 kW.
Offizielle Verbrauchs- und Emissionswerte:
- Skoda Peaq 60 (150 kW / 204 PS): Stromverbrauch (kombiniert): 14,9 – 17,6 kWh/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert): 0 g/km; CO2-Klasse: A
- Skoda Peaq 90 (210 kW / 286 PS): Stromverbrauch (kombiniert): 15,1 – 17,7 kWh/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert): 0 g/km; CO2-Klasse: A
- Skoda Peaq 90x 4×4 (220 kW / 299 PS): Stromverbrauch (kombiniert): 16,0 – 18,6 kWh/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert): 0 g/km; CO2-Klasse: A
Ausblick: Elektro-Portfolio wächst weiter
Zusammen mit dem Peaq und dem kommenden Einstiegs-Crossover Skoda Epiq, der im spanischen Pamplona gefertigt wird, verdoppelt die Marke ihr aktuelles Elektro-Angebot. Diese Modelloffensive soll die starke Marktposition in Europa sichern, wo Skoda im ersten Halbjahr den zweiten Platz bei den Neuzulassungen belegen konnte.
Fazit: Ein Meilenstein für Skodas Elektro-Offensive
Mit dem Produktionsstart des Peaq beweist Skoda, dass Großserienfertigung im Zeitalter der Elektromobilität extrem flexibel sein kann. Die Produktion von vier technologisch unterschiedlichen Modellen auf einem einzigen Band schont Ressourcen und macht den Hersteller krisenfest. Der Peaq positioniert sich mit enormer Reichweite, modernster MEB+-Plattform und innovativen Features wie dem bidirektionalen Laden als echtes Flaggschiff. Die hohen Vorbestellungen zeigen bereits vor dem breiten Marktstart, dass Skoda mit diesem XXL-SUV den Nerv der Kunden getroffen hat.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Skoda Peaq
- Wie groß ist der Skoda Peaq?
Das SUV ist 4,87 Meter lang und verfügt über einen Radstand von fast drei Metern. Damit ist es das größte Fahrzeug der Marke seit dem Beitritt zum Volkswagen Konzern. - Welche Reichweite bietet das neue Elektro-Flaggschiff?
In der Top-Spezifikation mit dem 91-kWh-Akku schafft der Peaq eine rein elektrische Reichweite von mehr als 640 Kilometern. - Wo wird der Skoda Peaq gebaut?
Die Serienfertigung erfolgt im tschechischen Stammwerk in Mladá Boleslav auf derselben Linie wie der Enyaq, Elroq und Octavia. - Welche Antriebsoptionen gibt es beim Peaq?
Kunden können zwischen drei Leistungsstufen (150 kW bis 220 kW) sowie zwischen Heckantrieb und Allradantrieb (4×4) wählen. - Verfügt der Skoda Peaq über eine dritte Sitzreihe?
Ja, aufgrund seiner enormen Abmessungen ist das Fahrzeug optional mit einer dritten Sitzreihe als 7-Sitzer erhältlich. - Unterstützt das Fahrzeug bidirektionales Laden?
Ja, der Peaq ist das erste Skoda-Modell, das Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder an externe Geräte oder das Hausnetz abgeben kann.
















